**** Während einer Amerikatournee im Jahre 1978 hatte Sänger Brian Connolly The Sweet verlassen um eine Solokarriere zu starten. Andy Scott, Steve Priest und Mick Tucker machten als Trio weiter und produzierten im Frühjahr das Album „Cut above the rest“ Ähnlich wie der Vorgänger „Level Headed“ bietet auch „Cut above above the rest“ streckenweise komplexe Musik, ohne allerdings die Klasse des Vorgängers auch nur annähernd zu erreichen. Das Album beginnt mit „Call me“, einem ordentlichen wenn auch etwas belanglosen Pop-Rocker, der im April 1979 ihr letzter Hit in Deutschland werden sollte (# 29). Das hölzerne „Play all night“ erinnert sehr an ihren Erfolgssound der Jahre 1975-1977. „Big Apple Waltz“, „Doran Gray“ dagegen bieten hervorragenden Mainstream. Richtig überzeugen können „Eye Games“, „Hold me“ und allen voran „Mother Earth“, ein Stück das sehr angenehm an Supertramp erinnert. Als gekürzte Singlefassung war „Mother Earth“ ein Flop. Den Abschluß bildet „Stay with me“, ein solider Mainstream-Rocker ohne Höhen und Tiefen. „Cut above the rest“ bietet soliden, handwerklich exzellent gespielten Mainstream-Rock, der allerdings nur phasenweise überzeugen kann. Irgendwie klingt das Album wie der traurige Abgesang einer der erfolgreichsten Gruppen der 70er Jahre. |