****** Cat Stevens war 1966/67 mit einigen Hits in den britischen Charts erfolgreich gewesen. Seine Stern war nach einigen Flops dabei, zu sinken, als er zu allem Überfluss im März 1968 3 Monate lang wegen einer Tuberkulose im Krankenhaus zubringen musste und überdies ein ganzes Jahr brauchte um sich von dieser schweren Erkrankung zu erholen. Die Begegnung mit dem Tod hatte ihn verändert und auf den Weg der Selbsterkenntnis gebracht. Er war von dem ganzen oberflächlichen Popgeschäft schwer enttäuscht, und veröffentliche im April 1970 sein drittes Album "Mona Bone Jakon". In diesem Album hat sich die Verwandlung von einem Popsänger in einen Folksänger bzw. Singer/Songwriter vollzogen, mit einer Betonung auf sehr introvertierte, persönliche Texte, überwiegend von akustischen (unplugged) Instrumenten geprägten, ziemlich puristischen Arrangements. Hier kommen Cat Stevens voluminöse, samtene Stimme und die Botschaft seiner Texte besser zur Geltung. Früher stand Mona Bone Jakon stark im Schatten der darauf folgenden Alben, von denen keines mehr wirklich schwach war. Auf lange Sicht scheint mir aber gerade Mona Bone Jakon als das ursprünglichste Album bestehen zu bleiben. Und in der Tat: Katmandu ist eines meiner absoluten Lieblingslieder geblieben, dass sich sogar noch vor "Lady D'Arbanville" geschoben hat. Ich möchte aber noch Willie McTell beipflichten: "Maybe You're Right" ist ein herausragendes Beispiel seiner Kompositions- und Interpretationskunst. Sicherlich ist auch "Time" ein sehr eindrücklicher Song, auch wenn er sich von Thema, Komposition und Arrangement her der schnellen - und leichtfertigen - Konsumierbarkeit entzieht. |