****** Die 1969 von Tony Iommi (Gitarre), Ozzy Osbourne (Gesang), Terry „Geezer“ Butler Baß und Bill Ward (Schlagzeug) gegründete Gruppe gehört zu den Pionieren des Heavy-Metal-Rock. Von den Kritikern wurde die Band weitestgehend abgelehnt, während das überwiegend jugendliche Publikum sie abgöttisch liebte. Mit abstrusen Plattencovern und teilweisen blutrünstigen Texten beeinflußten Black Sabbath eine ganze Generation von Musikern, die mit gleicher Aufmachung Anfang der 80er Jahre sehr erfolgreich waren, nachhaltig. Im Gegensatz zu Konkurenzbands wie Led Zeppelin oder Deep Purple wirkte die Musik von Black Sabbath im ersten Moment dumpf und wenig abwechslungsreichen. Hört man aber genauer hin, dann erkennt man doch die teilweise raffinierten Songstrukturen (das wird vor allen in ihren grandiosen Alben „Sabotage“, „Technical Ecstasy“ und „Never Say Die“ deutlich). International bekannt wurde die Gruppe mit dem Anfang 1970 erschienenen Album „Black Sabbath“. Mit Album Nummer 2 „Paranoid“ und dem daraus ausgekoppelte Titellied schafften Black Sabbath dann den ganz großen Durchbruch. „Paranoid“ blieb allerdings der einzig nennenswerte Singlehit für Black Sabbath, die eher eine LP-Band war und mit ihren Alben Edelmetalle zu Hauf einsammeln konnten. Besonders in den USA erfreuten sie ihre Bühnenshows enormer Beliebtheit. Deshalb unternahm die Gruppe ausgedehnte Tourneen durch die Staaten und vernachlässigte ihre Fans in Europa. Trotzdem waren die weiteren Alben „Master Of Reality“ (1971), „Volume 4“ (1972), „Sabbath Bloody Sabbath“ (1973), „Sabotage“ (1975) und „Technical Ecstasy“ (1976) in Europa Bestseller. In eine ernste Krise geriet die Gruppe 1979, als Sänger Ozzi Osbourne Black Sabbath verließ und eine Solokarriere startete. Trotz hervorragender Sänger wie Ronnie James Dio oder Ian Gillian sowie recht passablen Alben fiel die Gruppe in den 80er Jahren in die Bedeutungslosigkeit zurück. Der Sampler „We Sold Our Soul For Rock’N’Roll“ bietet einen bunten Querschnitt durch die Alben „Black Sabbath“ (1970), „Paranoid“, „Master Of Reality“ (1971), „Volume 4“ (1972), „Sabbath Bloody Sabbath“ (1973) und „Sabotage“ (1975). Auf den 4 LP Seiten folgt ein Sabbath Knaller dem anderen: Ob „Black Sabbath“, „Paranoid“, „Warning“, „Iron Man“, „War Pigs“, „Sweet Leaf“, „Children Of The Grave“, „Faires Wear Boots“, „Tomorrow’s Dream“, „Laguna Sunrise“, „Changes“, „Sabbath Bloody Sabbath“ oder „Am I Going Insane“ – die insgesamt 17 Titel lassen keine Wünsche offen und sind echte Leckerbissen für alle Hard- und Heavyfans. Wer die Sabbaths einmal kennenlernen möchte, der bekommt mit „We Sold Our Soul For Rock’N’Roll“ die beste Gelegenheit dazu. Obendrein bekommt der geneigte Hörer eines der besten und stärksten Kapitel 70s Rockhistorie. |